Walzen für die Papierverarbeitung

Papierverarbeitungsanlagen fallen nicht immer gleichzeitig aus. Häufiger kommt es zu Unregelmäßigkeiten beim Papiertransport, Papierstaubablagerungen, Veränderungen des Kontaktverhaltens durch Feuchtigkeit oder einer verminderten Aufwickelqualität.

Bei Papierverarbeitungsprojekten ist eine aussagekräftige Überprüfung meist einfach: Welches Papier wird verarbeitet, wo arbeitet die Walze und welche Symptome treten in der Produktionslinie auf? Das ist in der Regel hilfreicher, als die Walze allein anhand ihrer Größe zu beurteilen.

Wolorin liefert kundenspezifische Walzen für verschiedene Positionen in der Papierverarbeitung, z. B. für Zuführung, Transport, Auflage, Klebeprozesse und Aufwicklung. Falls Sie bereits Zeichnungen oder Daten alter Walzen besitzen, senden Sie uns diese bitte direkt zu. Andernfalls benötigen wir lediglich die Papiersorte, die Walzenposition und eine Beschreibung des zu optimierenden Prozessproblems.

Weißes Papierbahnmaterial durchläuft eine industrielle Papierverarbeitungsanlage

Was in dieser Branche verarbeitet wird

Die Papierverarbeitung umfasst ein breites Spektrum an nachgelagerten Prozessschritten nach der Basispapierherstellung. Je nach Produktionslinie kann die Walze in der Zuführung, im Transport, als Prägeunterstützung, Klebeunterstützung, beim Aufwickeln, in der Bogenhandhabung oder in anderen Bereichen der Endbearbeitung eingesetzt werden.

Der entscheidende Punkt: Unterschiedliche Papiersorten verhalten sich auf der Anlage unterschiedlich, und verschiedene Prozessabschnitte stellen unterschiedliche Anforderungen an die Walze.

Benötigt meist stabile Traktion und einen sauberen Lauf in Bereichen, in denen sowohl Trennverhalten als auch Transportkonstanz wichtig sind.

Verpackungspapier erfordert oft eine robuste Handhabung über längere Zeiträume, wobei auf Staubbelastung, Traktionsstabilität und gleichmäßiges Aufwickeln geachtet werden muss.

Trennpapier kann höhere Anforderungen an das Oberflächenverhalten, die Handhabung der Liner und die nachfolgende Wickelsteuerung stellen.

Benötigen eine schonendere Kompressionsreaktion, da sich das Papier unter Kontakt leichter verformen kann.

Typische Linienabschnitte und worauf es dort ankommt

Zuführ- und Einlaufbereiche

Ein stabiler Einlauf ist in der Regel wichtiger als aggressiver Grip. Die Walze soll das Papier zuführen und transportieren, ohne Schlupf, Schräglauf, Kantenstörung oder unnötige Markierungen zu verursachen.

Transportabschnitte

Diese Positionen erfordern in der Regel kontrollierte Traktion statt maximalen Halts. Zu viel Traktion kann das Papier überbeanspruchen. Zu wenig Traktion kann den Lauf instabiler machen.

Prägestützen oder Druckstützabschnitte

Hier sind Lastaufnahme und Kontaktkonstanz wichtiger. In manchen Positionen entspricht die Prüflogik eher der einer Andruckwalze als der einer allgemeinen Transportwalze.

Abschnitte zum Thema Kleben

Oberflächenbeschaffenheit, Toleranz gegenüber Verunreinigungen und Kontaktkonsistenz können die Linienstabilität stärker beeinflussen als erwartet, insbesondere wenn bereits Staub oder Papiervariationen vorhanden sind.

Häufige Probleme

Viele Projekte zur Papierverarbeitung entstehen aus einem bestehenden Problem und nicht aus der Anfrage nach einem bestimmten Material.

Typische Frühwarnzeichen können sein:

  • Zuführung wird nach Wechsel der Papiersorte oder Änderung der Luftfeuchtigkeit instabiler
  • leichte Schräglage, ungleichmäßige Haftung oder Randstörung
  • Markierungen, Abriebspuren oder Glanzveränderungen in empfindlicheren Kontaktzonen
  • Rollenverhalten driftet als Auf der Oberfläche sammelt sich Papierstaub an.
  • weichere Papierqualitäten zeigen leichter Kompression oder Oberflächenstörungen
  • lockere Wicklung, instabile Kanten oder ungleichmäßiger Rollenaufbau am Ende des Laufs
Papierverarbeitungswalzenlinie

Was diese Bedingungen üblicherweise vom Walzenhersteller erfordern

Eine geeignete Walze für die Papierverarbeitung benötigt meist kontrollierte Traktion statt maximalen Grip. Die Oberfläche muss das Papier zuverlässig bewegen und gleichzeitig die jeweilige Papiersorte schützen.

Außerdem benötigt die Walze das richtige Kompressionsverhalten für den jeweiligen Abschnitt. Zuführung, Stützkontakt, Klebekontakt und Aufwickeln erfordern nicht das gleiche Verhalten der Walze.

Da Papierstaub zum normalen Produktionsprozess gehört, sollte die Oberfläche auch nach längerer Zeit noch verarbeitungsfähig bleiben, nicht nur bei einer frischen Reinigung der Walze.

Auch Feuchtigkeitsschwankungen spielen eine Rolle. Die Walze sollte auch bei sich änderndem Papierzustand während der Produktion ein optimales Kontaktverhalten beibehalten.

Für einige Positionen in der Papierverarbeitung ist es außerdem sinnvoll zu prüfen, ob eine Walzenrichtung für 🔗NBR-/Nitrilkautschukwalzen, eine Walzenrichtung für 🔗EPDM-Kautschukwalzen oder eine positionsbezogenere Konstruktion besser geeignet ist.

Gängige Konstruktionsrichtungen bei Papierverarbeitungsprojekten

Unterschiedliche Papierqualitäten und Linienquerschnitte beeinflussen den Papieraufbau in der Regel in unterschiedliche Richtungen.

Hier wird meist eine Oberfläche benötigt, die Transportstabilität und Papierschutz ausbalanciert.

Bei gestrichenem Papier und Etikettenmaterial sind ein saubereres Oberflächenverhalten und eine stabile Haftung oft wichtiger als eine aggressive Griffigkeit.

Bei Gewebe- und Weichpapierstrukturen verlagert sich der Fokus oft hin zu einem sanfteren Kontakt und einer besser geeigneten Kompressionsreaktion.

Bei der Herstellung von Stützstrukturen für Präge- und Klebeverbindungen wird der Aufbau häufig im Hinblick auf Kontaktkonsistenz, Lastverhalten und Oberflächenverhalten unter realen Produktionsbedingungen überprüft.

Bei Rückspulpositionen ist die sinnvollste Aufbaurichtung in der Regel diejenige, die dazu beiträgt, die Lauf- und Rollenqualität während des gesamten Laufs stabil zu halten.

Deshalb lassen sich viele Papierverarbeitungsprojekte am besten durch eine einfache Kombination aus Papiersorte, Linienabschnitt und aktuellem Symptom beurteilen.

In angrenzenden Abschnitten kann es auch zu Überschneidungen zwischen einigen Projekten kommen. Walzen für die Druckindustrie oder Walzen für Beschichtungs- und Kaschieranlagen.

Häufig gestellte Fragen

Gängige Walzenpositionen umfassen Zuführwalzen, Andruckwalzen, Prägestützwalzen, Klebestützwalzen und Aufwickelwalzen. Bei gestrichenem Papier oder Etikettenmaterial ist in der Regel eine sorgfältigere Kontrolle des Oberflächenkontakts und der Traktionsstabilität erforderlich, da diese Sorten empfindlicher auf Markierungen, Reibung, Staub oder Veränderungen im Zusammenhang mit dem Ablösen reagieren.

Papierstaub verändert allmählich die Oberfläche der Walze. Mit zunehmender Staubablagerung werden Traktion und Kontaktverhalten unberechenbarer, und eine ursprünglich gut laufende Walze kann anfangen zu rutschen, Spuren zu hinterlassen oder abzuweichen.

Tissuepapier und andere weiche Papierstrukturen lassen sich leichter komprimieren als festere Papiersorten. Daher benötigt die Walze oft einen sanfteren und kontrollierteren Kontakt, um die Handhabung zu gewährleisten, ohne das Papier zu stark zu komprimieren.

Die Qualität des fertigen Wickels hängt davon ab, wie gleichmäßig das Papier vor und während des Aufwickelns behandelt wurde. Verändert sich das Walzenverhalten während des Laufs, können lockere Bereiche, instabile Kanten oder ein ungleichmäßiger Rollenaufbau entstehen, obwohl der vorgelagerte Lauf noch akzeptabel erscheint.

Kundenspezifische Walzen unter realen Arbeitsbedingungen getestet

Von einfachen Austauschprojekten bis hin zu anspruchsvolleren Aufgaben in der Papierverarbeitung analysieren wir jedes Projekt hinsichtlich des jeweiligen Anlagenabschnitts, des Kontaktzustands und der Betriebssymptome. Informationen zum Fertigungsumfang, zu Prüfverfahren oder zum Unternehmenshintergrund finden Sie auf den folgenden Seiten.

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Falls Sie bereits Zeichnungen oder Walzendaten besitzen, können Sie diese direkt für die Sonderanfertigung einsenden. Andernfalls kontaktieren Sie uns bitte trotzdem und teilen Sie uns die Papiersorte, die Walzenposition und das zu behebende Problem mit.