Bezug wird nach dem Betrieb härter
Mögliche Ursache: Wärmealterung oder medienbedingte Werkstoffveränderung
Warum FKM geprüft werden kann: FKM kann eine bessere Wärme- und Medienbeständigkeit bieten
FKM-Gummiwalzen werden eingesetzt, wenn Wärme, Öl, Kraftstoff, Lösungsmittel oder anspruchsvolle Prozessmedien dazu führen, dass Standardgummi langfristig an Stabilität verliert.
In vielen Anwendungen fällt die Walze nicht unmittelbar nach dem Einbau aus. Unterschiede zeigen sich erst, wenn Wärme, Medienkontakt, Druck und Produktionsdauer beginnen, die Oberfläche des Bezugs zu verändern.
Typische Anwendungsrichtungen für FKM-Walzen:
kontinuierlicher Betrieb bei höheren Temperaturen oder langfristige Wärmeeinwirkung
Kontakt mit Ölen, Kraftstoffen, aromatischen Kohlenwasserstoffen, ausgewählten Lösungsmitteln oder komplexen industriellen Medien
Walzenpositionen, an denen Standardgummi quillt, verhärtet, erweicht, reißt oder eine instabile Standzeit zeigt
Beschichtungs-, Druck-, Übertragungs-, Dosier-, Metall-, Folien- oder wärmebeeinflusste Prozesspositionen
Diese Werkstoffrichtung wird auch als Fluorkautschuk-, Fluorelastomer-, Fluorcarbonkautschuk-, FPM- oder Viton-äquivalente Walze bezeichnet. Sie wird typischerweise geprüft, wenn gewöhnlicher Gummi unter den realen Bedingungen zu schnell altert, quillt, verhärtet, erweicht, reißt oder seine stabile Standzeit verliert.
Sie müssen noch nicht alle Angaben vollständig vorbereitet haben.
FKM sollte frühzeitig in die Werkstoffprüfung einbezogen werden, wenn die Walzenposition bereits über normale Allzweck-Gummibedingungen hinausgeht.
Wenn die Walze in der Nähe einer Trocknungssektion, eines beheizten Beschichtungsbereichs, von heißem Öl, erwärmtem Material oder einer anderen wärmebeeinflussten Position arbeitet, kann Standardgummi mit der Zeit schneller altern.
Das erste Anzeichen muss kein vollständiger Ausfall sein. Möglich sind ein härter wirkender Bezug, geringere Elastizität, Rissbildung, instabiler Druckkontakt oder kürzere Austauschintervalle.
FKM wird relevanter, wenn die Walzenoberfläche wiederholt mit Ölen, Kraftstoffen, aromatischen Kohlenwasserstoffen, ausgewählten Lösungsmitteln, Druckfarben, Beschichtungsflüssigkeiten, harzhaltigen Medien, Reinigungschemikalien oder anderen Prozessflüssigkeiten in Kontakt kommt..
Die entscheidende Frage ist nicht, ob der Gummi das Medium einmal berühren kann, sondern ob der Bezug nach wiederholter Exposition Abmessungen, Härte, Oberflächenzustand und Haftverbund stabil halten kann.
Wenn eine Ersatzwalze zunächst funktioniert, dasselbe Problem aber nach einigen Wochen oder Monaten wiederkehrt, liegt die Ursache möglicherweise nicht allein in den Abmessungen.
Der Werkstoff kann sich durch Wärme- und Medieneinwirkung verändern. Wenn Quellen, Verhärten, Erweichen, Rissbildung oder kurze Standzeit zusammen mit Wärme oder komplexen Medien auftreten, sollte FKM geprüft werden, bevor der alte Werkstoff erneut kopiert wird.
FKM ist besonders dann prüfenswert, wenn das Walzenproblem nach Wärme- oder Medieneinwirkung wie eine Werkstoffveränderung aussieht und nicht nur wie normaler mechanischer Verschleiß.
| Symptom an der vorhandenen Walze | Mögliche Ursache | Warum FKM geprüft werden kann |
|---|---|---|
| Bezug wird nach dem Betrieb härter | Wärmealterung oder medienbedingte Werkstoffveränderung | FKM kann eine bessere Wärme- und Medienbeständigkeit bieten |
| Gummi quillt nach Kontakt mit Öl, Kraftstoff oder Lösungsmittel | Medium dringt in den Gummi ein und verändert sein Volumen | FKM kann bei geeigneten Medienbedingungen das Quellen reduzieren |
| Oberfläche wird weich oder klebrig | Materialverträglichkeit ist möglicherweise ungeeignet | FKM kann gegen die tatsächliche Prozessflüssigkeit oder das Beschichtungsmedium geprüft werden |
| Risse entstehen früher als erwartet | Wärme, chemische Exposition oder mechanische Beanspruchung können beteiligt sein | FKM kann helfen, wenn Wärme und Medien die Hauptursachen sind |
| Walze funktioniert anfangs, wird später jedoch instabil | Langzeitexposition verändert Härte, Abmessungen oder Oberflächenverhalten | FKM sollte geprüft werden, bevor derselbe Werkstoff erneut eingesetzt wird |
| Standzeit schwankt von Charge zu Charge | Mischung, Haftverbund oder Abstimmung auf die Betriebsbedingungen können instabil sein | Werkstoffrichtung und Produktionskontrolle müssen genauer geprüft werden |
Mögliche Ursache: Wärmealterung oder medienbedingte Werkstoffveränderung
Warum FKM geprüft werden kann: FKM kann eine bessere Wärme- und Medienbeständigkeit bieten
Mögliche Ursache: Medium dringt in den Gummi ein und verändert sein Volumen
Warum FKM geprüft werden kann: FKM kann bei geeigneten Medienbedingungen das Quellen reduzieren
Mögliche Ursache: Materialverträglichkeit ist möglicherweise ungeeignet
Warum FKM geprüft werden kann: FKM kann gegen die tatsächliche Prozessflüssigkeit oder das Beschichtungsmedium geprüft werden
Mögliche Ursache: Wärme, chemische Exposition oder mechanische Beanspruchung können beteiligt sein
Warum FKM geprüft werden kann: FKM kann helfen, wenn Wärme und Medien die Hauptursachen sind
Mögliche Ursache: Langzeitexposition verändert Härte, Abmessungen oder Oberflächenverhalten
Warum FKM geprüft werden kann: FKM sollte geprüft werden, bevor derselbe Werkstoff erneut eingesetzt wird
Mögliche Ursache: Mischung, Haftverbund oder Abstimmung auf die Betriebsbedingungen können instabil sein
Warum FKM geprüft werden kann: Werkstoffrichtung und Produktionskontrolle müssen genauer geprüft werden
Diese Symptome sollten gemeinsam mit Temperatur, Medientyp, Druck, Liniengeschwindigkeit, Bezugsdicke, Zustand der Gegenwalze und Reinigungsmethode bewertet werden.
FKM ist eine Fluorelastomer-Werkstofffamilie, die eingesetzt wird, wenn ein Walzenbezug eine höhere Beständigkeit gegen Wärme, Öl, Kraftstoff, ausgewählte Lösungsmittel oder anspruchsvolle Prozessmedien benötigt.
Bei Walzenprojekten ist FKM als Werkstoffrichtung zu verstehen. Das Endergebnis hängt weiterhin von Rezeptur, Härte, Bezugsdicke, Haftverbund, Oberflächengüte, Betriebstemperatur und tatsächlichem Kontaktmedium ab.
In Zeichnungen oder älteren Spezifikationen kann derselbe Werkstoff auch als FPM, Fluorkautschuk, Fluorelastomer, Fluorcarbonkautschuk, Viton-Typ oder Viton-Äquivalent erscheinen. Diese Bezeichnungen erleichtern die Kommunikation, ersetzen aber nicht die Prüfung der realen Betriebsbedingungen vor Festlegung der Mischung.
Die folgenden Werte dienen als Referenz für die erste Prüfung von FKM-Walzen und sind keine festen Zusagen für jedes Walzenprojekt.
| Prüfpunkt | Typischer Referenzbereich | Bedeutung für Walzenprojekte |
|---|---|---|
| Härte des Walzenbezugs | häufig ca. 55–90 Shore A | Für mittlere bis hohe Bezugshärten, wenn Kontaktstabilität und Medienbeständigkeit wichtig sind |
| Typischer Einsatztemperaturbereich | ca. -20 °C bis 200 °C; einige Mischungen etwa 204 °C | Geeigneter Ausgangspunkt, reicht allein aber nicht zur Freigabe einer Walze |
| Hochtemperatur-Mischungsrichtung | bei einigen Projekten etwa 225–270 °C prüfbar | Muss anhand von Expositionsdauer, Medienkontakt, Druck, Haftverbund und Sicherheitsreserve geprüft werden |
| Typische Medienrichtung | Öle, Kraftstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe, ausgewählte Lösungsmittel und komplexe industrielle Medien | Häufig der Hauptgrund, FKM statt Standardgummi zu prüfen |
| Einschränkungen | Heißwasser, Dampf, Ketone, Ester, Amine, alkalische Flüssigkeiten oder bestimmte polare Lösungsmittel separat prüfen | FKM darf nicht als universell chemikalienbeständiger Gummi behandelt werden |
| Tieftemperaturverhalten | Standard-FKM ist bei Priorität auf Tieftemperaturflexibilität möglicherweise nicht die beste Richtung | Spezialmischung oder anderer Werkstoff kann erforderlich sein |
Typischer Referenzbereich: häufig ca. 55–90 Shore A
Bedeutung für Walzenprojekte: Für mittlere bis hohe Bezugshärten, wenn Kontaktstabilität und Medienbeständigkeit wichtig sind
Typischer Referenzbereich: ca. -20 °C bis 200 °C; einige Mischungen etwa 204 °C
Bedeutung für Walzenprojekte: Geeigneter Ausgangspunkt, reicht allein aber nicht zur Freigabe einer Walze
Typischer Referenzbereich: bei einigen Projekten etwa 225–270 °C prüfbar
Bedeutung für Walzenprojekte: Muss anhand von Expositionsdauer, Medienkontakt, Druck, Haftverbund und Sicherheitsreserve geprüft werden
Typischer Referenzbereich: Öle, Kraftstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe, ausgewählte Lösungsmittel und komplexe industrielle Medien
Bedeutung für Walzenprojekte: Häufig der Hauptgrund, FKM statt Standardgummi zu prüfen
Typischer Referenzbereich: Heißwasser, Dampf, Ketone, Ester, Amine, alkalische Flüssigkeiten oder bestimmte polare Lösungsmittel separat prüfen
Bedeutung für Walzenprojekte: FKM darf nicht als universell chemikalienbeständiger Gummi behandelt werden
Typischer Referenzbereich: Standard-FKM ist bei Priorität auf Tieftemperaturflexibilität möglicherweise nicht die beste Richtung
Bedeutung für Walzenprojekte: Spezialmischung oder anderer Werkstoff kann erforderlich sein
Bei Gummiwalzen reichen Temperaturdaten allein nicht aus. Expositionsdauer, Bezugsdicke, Spannungen im Haftverbund, Oberflächenanforderung und tatsächlicher Medienkontakt entscheiden meist darüber, ob die ausgewählte Mischung im Produktionsbetrieb stabil bleibt.
FKM ist nicht als universelles Upgrade zu verstehen. Die praktische Frage lautet, ob die konkrete Walzenposition FKM benötigt oder ob eine andere Werkstoffrichtung besser passt.
| Werkstoffrichtung | Eher geeignet, wenn das Hauptproblem ist | Vorsicht, wenn |
|---|---|---|
| FKM | Wärme, Öl, Kraftstoff, ausgewählte Lösungsmittel und Stabilität gegenüber komplexen Medien | Dampf, Heißwasser, Ketone, Ester, Amine oder Tieftemperaturflexibilität im Vordergrund stehen |
| NBR-/Nitrilkautschukwalzen | allgemeiner Kontakt mit Öl, Druckfarbe, Klebstoff und üblichen Industriemedien | Temperatur- oder Medienbelastung deutlich über normalen ölbeständigen Bedingungen liegt |
| Festsilikonwalzen | Wärme, Trennverhalten, Antihaftverhalten, weicher Kontakt und Oberflächenschutz | Beständigkeit gegen Öl, Kraftstoff oder aggressive Medien das Hauptthema ist |
| PU | Verschleißfestigkeit, Last, Grip, Traktion und mechanische Standzeit | Lösungsmittel-, Öl- oder Hochtemperatur-Medienstabilität wichtiger ist als Verschleiß |
| EPDM | Ozon, Witterung, Feuchtigkeit, Heißwasser, Dampf und bestimmte allgemeine chemische Umgebungen | Öl-, Kraftstoff- oder Kohlenwasserstoffkontakt im Vordergrund steht |
Eher geeignet, wenn das Hauptproblem ist: Wärme, Öl, Kraftstoff, ausgewählte Lösungsmittel und Stabilität gegenüber komplexen Medien
Vorsicht, wenn: Dampf, Heißwasser, Ketone, Ester, Amine oder Tieftemperaturflexibilität im Vordergrund stehen
Eher geeignet, wenn das Hauptproblem ist: allgemeiner Kontakt mit Öl, Druckfarbe, Klebstoff und üblichen Industriemedien
Vorsicht, wenn: Temperatur- oder Medienbelastung deutlich über normalen ölbeständigen Bedingungen liegt
Eher geeignet, wenn das Hauptproblem ist: Wärme, Trennverhalten, Antihaftverhalten, weicher Kontakt und Oberflächenschutz
Vorsicht, wenn: Beständigkeit gegen Öl, Kraftstoff oder aggressive Medien das Hauptthema ist
Eher geeignet, wenn das Hauptproblem ist: Verschleißfestigkeit, Last, Grip, Traktion und mechanische Standzeit
Vorsicht, wenn: Lösungsmittel-, Öl- oder Hochtemperatur-Medienstabilität wichtiger ist als Verschleiß
Eher geeignet, wenn das Hauptproblem ist: Ozon, Witterung, Feuchtigkeit, Heißwasser, Dampf und bestimmte allgemeine chemische Umgebungen
Vorsicht, wenn: Öl-, Kraftstoff- oder Kohlenwasserstoffkontakt im Vordergrund steht
Wenn eine Walze rutscht, weil Oberflächengüte und Druck falsch sind, behebt FKM den Grip nicht automatisch. Wenn Walzenspuren durch Härte, Balligkeit oder Druckverteilung entstehen, löst FKM allein das Druckproblem ebenfalls nicht.
Die Werkstoffrichtung ist wichtig, aber Walzenkonstruktion und Betriebsbedingungen müssen weiterhin zusammenpassen.
Die folgenden Beispiele zeigen, wie FKM unter realen Walzenbedingungen typischerweise geprüft wird. Es sind keine festen Formeln, sie helfen jedoch bei der Eingrenzung der Werkstoffrichtung.
Eine Walze arbeitet nahe einer Trocknungssektion oder einem beheizten Beschichtungsbereich. Die alte Walze funktioniert zunächst, der Bezug wird nach einer gewissen Produktionszeit jedoch härter, die Oberfläche verliert an Stabilität und der Beschichtungskontakt wird ungleichmäßiger.
FKM kann hier geprüft werden, wenn sowohl Wärme als auch Beschichtungsmedien beteiligt sind. Zu berücksichtigen sind Betriebstemperatur, Expositionsdauer, Beschichtungsflüssigkeit, Bezugshärte, Bezugsdicke, Haftverbund und Oberflächengüte.
VERWANDTE SEITEN Walzen für Beschichtungs- und Kaschieranlagen, Dosierwalzen, Übertragungswalzen.
Eine Walze arbeitet mit Druckfarbe, lösungsmittelhaltigen Medien oder Reinigungschemikalien. Nach wiederholtem Betrieb beginnt die Oberfläche zu quellen, zu erweichen, zu verglasen oder stabilen Kontakt zu verlieren.
Wenn die Medienbelastung über normalen Öl- oder Druckfarbenkontakt hinausgeht, kann FKM besser geeignet sein als Standard-NBR. Wenn lediglich grundlegende Ölbeständigkeit benötigt wird, kann NBR weiterhin die praktischere erste Prüfrichtung sein.
VERWANDTE SEITEN Walzen für die Druckindustrie, NBR-/Nitrilkautschukwalzen.
Eine Walze arbeitet in der Nähe von Metallband, Metallfolie, Ölfilm, Prozessschmierstoff oder wärmebeeinflusstem Kontakt. Der alte Bezug zeigt Verhärtung, Rissbildung, Oberflächenverschleiß oder kurze Standzeit.
Wenn Verschleiß und Last das Hauptproblem sind, kann PU früher geprüft werden. Wenn Wärme in Kombination mit Öl oder anderen Medien die Hauptursache ist, wird FKM relevanter.
VERWANDTE SEITE Walzen für Metallfolien- und Metallbandverarbeitung.
Unterschiedliche Bezeichnungen für FKM-Walzen ergeben sich meist aus unterschiedlichen Betriebsbedingungen. Die Formulierung kann variieren, die Prüfung muss jedoch immer auf die reale Walzenposition zurückgeführt werden.
| Gängige Bezeichnung | Typischer Bezug zur Anwendung | Zu prüfen |
|---|---|---|
| Hochtemperatur-FKM-Walze | Wärmebeeinflusste Walzenposition | Temperatur, Expositionsdauer, Bezugsdicke, Haftverbund, Oberflächenstabilität |
| Ölbeständige FKM-Walze | Kontakt mit Öl, Schmierstoff oder Kohlenwasserstoffen | Medientyp, Expositionsdauer, Quellrisiko, Härteveränderung |
| Kraftstoffbeständige FKM-Walze | Kontakt mit Kraftstoff oder kraftstoffähnlichen Medien | Kraftstofftyp, Kontaktmuster, Sicherheitsreserve, Bezugsstabilität |
| Lösungsmittelbeständige FKM-Walze | Kontakt mit ausgewählten Lösungsmitteln oder lösungsmittelhaltigen Medien | Lösungsmitteltyp, Konzentration, Reinigungsmethode, Oberflächenveränderung |
| Chemikalienbeständige FKM-Walze | Komplexere Medienbelastung | Exaktes Medium, Konzentration, Temperatur, Verträglichkeitsprüfung |
| FKM-Übertragungswalze | Übertragung von Druckfarbe, Beschichtungsflüssigkeit, Klebstoff oder Prozessmedium | Übertragungsstabilität, Oberflächengüte, Härte, Medienbeständigkeit |
| FKM-Dosierwalze | Kontrollierte Menge von Beschichtung oder Flüssigkeit | Oberflächenkonstanz, Härte, Rundlauf, Medienverträglichkeit |
| Viton-äquivalente Walze | Namentlich angeforderte FKM-Werkstoffrichtung | Tatsächliche Mischung, Betriebsbedingungen und Frage, ob ein markenspezifischer Werkstoff vorgeschrieben ist |
Typischer Bezug zur Anwendung: Wärmebeeinflusste Walzenposition
Zu prüfen: Temperatur, Expositionsdauer, Bezugsdicke, Haftverbund, Oberflächenstabilität
Typischer Bezug zur Anwendung: Kontakt mit Öl, Schmierstoff oder Kohlenwasserstoffen
Zu prüfen: Medientyp, Expositionsdauer, Quellrisiko, Härteveränderung
Typischer Bezug zur Anwendung: Kontakt mit Kraftstoff oder kraftstoffähnlichen Medien
Zu prüfen: Kraftstofftyp, Kontaktmuster, Sicherheitsreserve, Bezugsstabilität
Typischer Bezug zur Anwendung: Kontakt mit ausgewählten Lösungsmitteln oder lösungsmittelhaltigen Medien
Zu prüfen: Lösungsmitteltyp, Konzentration, Reinigungsmethode, Oberflächenveränderung
Typischer Bezug zur Anwendung: Komplexere Medienbelastung
Zu prüfen: Exaktes Medium, Konzentration, Temperatur, Verträglichkeitsprüfung
Typischer Bezug zur Anwendung: Übertragung von Druckfarbe, Beschichtungsflüssigkeit, Klebstoff oder Prozessmedium
Zu prüfen: Übertragungsstabilität, Oberflächengüte, Härte, Medienbeständigkeit
Typischer Bezug zur Anwendung: Kontrollierte Menge von Beschichtung oder Flüssigkeit
Zu prüfen: Oberflächenkonstanz, Härte, Rundlauf, Medienverträglichkeit
Typischer Bezug zur Anwendung: Namentlich angeforderte FKM-Werkstoffrichtung
Zu prüfen: Tatsächliche Mischung, Betriebsbedingungen und Frage, ob ein markenspezifischer Werkstoff vorgeschrieben ist
Diese Tabelle ist nur ein Ausgangspunkt. Eine reale FKM-Walze muss weiterhin anhand von Zeichnung, Daten der alten Walze oder tatsächlichen Betriebsbedingungen bestätigt werden.
Vor Produktionsbeginn darf die Prüfung nicht bei „mit FKM fertigen“ enden. Zuerst müssen die Betriebsbedingungen betrachtet werden.
Nützliche Angaben:
Walzendurchmesser und Ballenlänge
Wellenenden und Befestigungskonstruktion
Werkstoff, Härte und Bezugsdicke der alten Walze, sofern bekannt
aktuelle Betriebstemperatur und Dauer der Wärmeeinwirkung
Bezeichnung, Konzentration und Reinigungsmethode des Kontaktmediums, sofern bekannt
ob Kontakt mit Öl, Kraftstoff, Lösungsmittel, Druckfarbe, Klebstoff, Beschichtungsflüssigkeit, Harz oder Prozessschmierstoff besteht
Oberflächenanforderung, z. B. glatt, matt, geschliffen, trennoptimiert oder traktionsoptimiert
aktuelle Ausfallsymptome wie Quellen, Verhärten, Erweichen, Rissbildung, Anhaften, Verglasen, Ablösen des Bezugs oder kurze Standzeit
ob die Walze als Dosier-, Übertragungs-, Andruck-, Antriebs-, Führungs- oder andere Prozesswalze eingesetzt wird
Wenn nur ein Teil der Informationen verfügbar ist, kann das Projekt trotzdem mit den wichtigsten Basisdaten beginnen: Walzenposition, Temperatur, Kontaktmedium und aktuelles Problem.
Diese Seiten sind nützlich, wenn die FKM-Materialrichtung zusammen mit der Walzenposition oder der Anwendungsumgebung überprüft werden muss.
Für den Transfer von Tinte, Beschichtungsflüssigkeit, Klebstoff, Öl oder Prozessmedien.
DosierwalzenFür eine kontrollierte Beschichtungsmenge, ein kontrolliertes Verhalten des Flüssigkeitsfilms und eine gleichmäßige Oberflächenbeschaffenheit.
AndruckwalzenFür den Kontakt zwischen Walzen und Kontaktflächen, das Druckverhalten, den Oberflächenschutz und den wärmebeeinflussten Kontakt.
Walzen für Beschichtungs- und KaschieranlagenFür Beschichtungsmedien, Trocknungsabschnitte, Klebstoffübertragung, Laminierkontakt und Überprüfung im Zusammenhang mit der Ablösung.
Walzen für die DruckindustrieFür Tintenkontakt, lösungsmittelbedingte Medien, Übertragungsverhalten und Medienwiderstand.
Walzen für Metallfolien- und MetallbandverarbeitungFür Folien, Metallstreifen, Ölfilme, Oberflächenschutz und den Kontakt mit Hitze oder Medien.
NBR-/NitrilkautschukwalzenFür den häufigeren Kontakt mit Öl, Tinte, Klebstoffen und allgemeinen industriellen Medien.
Festsilikonwalzen (HCR)Für Wärme-, Trenn-, Antihaft- und Oberflächenschutz, wenn FKM nicht die erste Richtung ist.
Sie können nach Materialkategorie, Walzenfunktion und Anwendung weiterarbeiten.
Viton wird häufig als bekannte Such- oder Spezifikationsbezeichnung für FKM-Werkstoffe verwendet. Für die Fertigung sollte geklärt werden, ob ein bestimmter Markenwerkstoff vorgeschrieben ist oder lediglich eine Viton-äquivalente FKM-Werkstoffrichtung benötigt wird.
FKM sollte geprüft werden, wenn die Walzenposition über normale Ölbeständigkeit hinausgeht und höhere Temperaturen, Kraftstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe, ausgewählte Lösungsmittel oder komplexere Medien beinhaltet. Bei normalem Öl-, Druckfarben- oder allgemeinem Industriemedienkontakt kann NBR weiterhin die praktischere erste Prüfrichtung sein.
Nein. FKM ist für viele öl-, kraftstoff-, lösungsmittel- und kohlenwasserstoffbezogene Bedingungen geeignet, aber nicht universell. Dampf, Heißwasser, Ketone, Ester, Amine, alkalische Flüssigkeiten oder bestimmte polare Lösungsmittel können eine separate Werkstoffprüfung erfordern.
Eine zuverlässige Gummiwalze hängt von mehr als nur passenden Abmessungen ab. Mischungsrezeptur, Härtestabilität, Bezugsdicke, Oberflächengüte, Wellenkonstruktion und Laufgenauigkeit beeinflussen, wie sich die Walze in Ihrer Anlage verhält.
Wolorin unterstützt sowohl normale Ersatzwalzenprojekte als auch anspruchsvollere kundenspezifische industrielle Gummiwalzenprojekte. Dafür stehen etablierte Fertigungserfahrung, Produktions- und Prüfmittel, verfügbare Zertifikate sowie dokumentierte Qualitätsprüfungen zur Verfügung. Unser System für Gummimischungen kann an unterschiedliche Betriebsanforderungen angepasst werden.
Vor der Auslieferung können projektbezogen wichtige Punkte wie Bezugshärte, Wellendetails, Oberflächenzustand und Laufgenauigkeit geprüft werden.
Weitere Informationen zu unserem Fertigungsumfang, unserer Qualitätskontrolle und unserem Unternehmenshintergrund finden Sie auf den folgenden Seiten.
Wenn Sie bereits Zeichnungen, Muster, eine vorhandene Walze oder aktuelle Spezifikationen haben, können Sie diese direkt für die Angebotserstellung senden.
Wenn Ihre Angaben noch nicht vollständig sind, können Sie zunächst Walzenposition, Betriebstemperatur, Kontaktmedium und aktuelles Problem mitteilen. Auch mit diesen Basisinformationen kann das Projekt begonnen werden.